Vakuumröhrenbasierter Image Intensifier

Bildverstärker von Photek sind Vakuumröhren, geschützt von einem Eingangsfenster (Input Window), durch welches Photonen eintreten können und darin auf eine Photokathode treffen. Dort werden Photonen in Elektronen (photo electrons, pe) umgewandelt. In der Multi Channel Plate (MCP) werden die Photoelektronen durch eine Hochspannung beschleunigt und schlagen durch Stöße mit den Wänden der Millionen von Kanälen der MCP weitere Elektronen heraus, wodurch der verstärkende Effekt erreicht wird. Alle Elektronen treffen danach auf eine Leuchtstoffschicht (Phosphor), wo die Elektronen wieder in Photonen umgewandelt werden. Durch verschiedene Optiken kann das austretende Signal dann auf einen Detektor oder eine Hochgeschwindigkeitskamera fokussiert werden, um das erhaltene Bild zu digitalisieren.

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    Alle angesprochenen Komponenten haben eine wichtige Funktion und können, bzw. müssen an die jeweilige Anwendung angepasst werden.
    Diese Details werden im Folgenden skizziert, aber gerne besprechen wir mit Ihnen ihre Anwendung und wählen mit Ihnen zusammen die beste Konfiguration aus.

    Input-Fenster: Da die meisten Leuchtstoffe, die auf der Oberfläche von Photokathoden aufgebracht werden, sensitiv gegenüber unserer üblichen Atmosphäre sind, sind alle Bildverstärker Vakuumröhren, der Lichteinfall erfolgt über ein Fenster. Als Standard wird Quarzglas verwendet; um im kurzwelligeren UV-Bereich zu arbeiten, kann auch Magnesiumfluorid verwendet werden. Weitere Optionen sind verschiedene andere Gläser, wie Saphir, oder auch Faser-Einkopplungen.

    Photokathoden: die Photokathode besteht aus einer dünnen Halbleiterschicht, in der die Photoelektronen erzeugt und beschleunigt werden. Die Spectral Response bestimmt die Wahl des Halbleiters, da die Erzeugung der Photoelektronen material- und wellenlängenabhängig ist.
    In der Abbildung sind die Sensitivitätskurven der möglichen Photokathoden gezeigt:

    Die Photokathoden tragen zu einem großen Teil zum Rauschen bei, da thermische Elektronen in Halbleitern stets parallel zum erwünschten Signal erzeugt werden (mit kleinerer Bandlücke und Emission im roten und infraroten Spektralbereich umso mehr). Diese sind von Photoelektronen nicht zu unterscheiden und führen zum Dunkelstrom des Bildverstärkers. Typische Werte für den Dunkelstrom/ Dark Noise sind in folgender Tabelle gegeben:

    PhotokathodeDunkelstrom (cps/cm2)
    S20> 200
    Low Noise S2030-50
    Bialkali (BI)5-20
    Solar Blind (SB)< 5

    Multi-Channel Plates (MCPs):
    Bei sehr schwachen Lichtverhältnissen oder sehr hohen Bildraten kann eine einzelne Verstärkungsstufe mitunter nicht ausreichen, um das erhaltene Signal ausreichend vom Rauschen zu unterscheiden. Wenn dem so ist, kann es von Vorteil sein, mehrere MCPs und damit mehrere Verstärkungsschritte einzubauen, um den Gain zu erhöhen.
    Neben der Korngröße der Leuchtstoffschicht trägt die Struktur der einzelnen Kapillaren (Anordnung/Durchmesser) am meisten zur erreichbaren, räumlichen Auflösung bei:

    Größe des Bildverstärkers (mm)MCP PorengrößeTyp. Limitierende Auflösung (P43)
    18, 256/840 lp/mm
    4010/1226-36 lp/mm
    75, 15025/3210-15 lp/mm
    The measured values were determined using the 1951 USAF test chart.

    Leuchtstoffe:
    Die in der MCP beschleunigten und vervielfachten Elektronen treffen auf Leuchtstoffe, wodurch diese zu Lumineszenz angeregt werden und Elektronen wieder zu sichtbarem Licht umgewandelt werden. Die Lumineszenzprozesse der handelsüblichen Leuchtstoffe haben verschiedene Quantenausbeuten (Effizienzen) und auch verschiedene Abklingzeiten, was bei hohen Bildraten eine wichtige Größe ist. Wenn der Leuchtstoff im Bildverstärker zu lange angeregt bleibt (länger als das Zeitfester des Gatings oder der Belichtungszeit), kommt es zu sogenannten Ghost Images. Die folgende Tabelle zeigt die verschiedenen Optionen, die die Leuchtstoffe bieten:

    TypFarbeChem. ZusammensetzungEmissionsmaximum (nm)Effizienz (Photonen/Elektronen bei 5 kV)Abklingzeit
    (µs von 100% zu 10% zu 1 %)

    P11BlauZnS:Ag, Cl, oder ZnS:Zn4461203000/50000
    P20Grün(Zn, Cd)S:Ag+540320250/1000
    P24GrünZnO:Zn50012022000/>100000
    P43GrünGd2O2S:Tb3+5482401200/2400
    P46Gelb-GrünY3Al5O12:Ce3+530550,3/0,9
    P47BlauY3SiO5:Ce3+410640,1/0,4

    Output: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Bild vom Leuchtstoffbildschirm zum Detektor oder einer anderen Weiterverwendung zubringen, ob konische Optiken (fiber taper), Faser (fiber optic) oder Glas, angepasst an die Anwendung.

    Steuerung und Gating:
    Mehr zur Steuerelektronik oder Gating-Optionen finden Sie unter „Zubehör“.

    Die folgende Liste zeigt typische Anwendungsbeispiele. Damit lässt sich die Performance der Bildverstärker mit verschiedenen Photokathoden für unterschiedliche Einsatzbereiche abschätzen:

    PhotokathodeSpektral- bereich (nm)Absorptions- maximum (nm)QE (%)Photonic Gain (ph/ph)EBI (typ./max.)
    Ph/cm2slux
    S20175-800400211 MCP: 1 x 104
    2 MCP: 2 x 106
    20002 x 10-7
    S20B175-800260301 MCP: 2 x 104
    2 MCP: 4 x 106
    50002 x 10-7
    BI (Bialkali)175-700350211 MCP: 1 x 104
    2 MCP: 3 x 106
    502 x 10-7
    S25175-900450161 MCP: 1 x 104
    2 MCP: 2 x 106
    200002 x 10-6
    SB (Solar Blind)175-340270241 MCP: 2 x 104
    2 MCP: 3 x 106
    5n. a.